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FragezeichenUnd wie kann man mitmachen?

„grintsch Kalender, ein Blog, facebook … sagt mal, was macht Ihr da eigentlich?“
Diese Frage wurde uns in den vergangenen Tagen recht häufig gestellt, und deshalb gibt’s hier noch einmal kurz und bündig die Antworten auf die drei wichtigsten Fragen rund um unseren Kalender 2012:

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Bloody Mary und Flower Power

Ist er nicht schön unser käsebleicher Vampir? Kreuz, Knoblauch und Rosenkranz haben nichts genützt. Es musste gesaugt werden! Ja, ja ich weiß: Es saugt und bläst der Heinzelmann, wo Mutti sonst nur saugen kann… Aber das steht ja auf einem ganz anderen Blatt!

Wie auch immer, wer Graf Zahn nächstes Jahr an der Wand hängen haben möchte, sollte jetzt seinen persönlichen Kalender bestellen. Gratis. E-Mail mit Adresse an achim.grintsch@grintsch.com

Der mit der Pril-Blume tanzt

Ihr erinnert euch? Der Roman ‘Das Superweib’ um den es hier geht ist von Hera Lind, und beginnt wie folgt:

Nebenan wickelte man eine Dauerwelle. Sorgenvoll schaute ich in den kristallenen Spiegel. Komisch.
 

Zumindest das letzte Wort haben wir voll getroffen. Und das ist doch des Pudels Kern. Oder?

 

No women, and dry

Als sich die junge Transi Muschiberger bei uns um die Stelle als Teilzeitaushilfssekretärin bewarb, mussten wir nicht lange überlegen. So etwas kommt uns nicht ins Haus! Da hängt unsere Latte aber wesentlich höher und niemand kann da mal so einfach drüber rutschen.

In unserer Agentur wird die Tugendhaftigkeit bereits mit der Muttermilch eingesogen, und zwar mit verbundenen Augen. Trotzdem erkennen wir auf Anhieb ob jemand seinen Busen auf dem rechten Fleck trägt. Bei uns kommt es eben auf den Stallgeruch an, und das meinen wir durchaus wörtlich. Die französische Duftlauge, die sich Frau Muschiberger reichlich über die durchaus reizvolle Figur gegossen hat, würde mit Sicherheit unser Betriebsklima vergiften.

Und dann die Zeugnisse! Mager, gaaaanz mager! Man muss sich doch nur mal das lackaffige Handtäschchen anschauen. Wie soll denn darin ein Leitzordner Platz finden?Nicht mit uns junge Dame! Nicht mit uns!

Letztendlich hat es Frau Muschiberger, trotz ihrer offensichtlichen Mängel, doch noch auf die Besetzungscouch geschafft. Wir müssen an dieser Stelle zugeben, das sie sich bei der direkten Konfrontation mit der kompletten Geschäftsführung (nur Herr Nudler-Schlaffstein ließ sich auf Grund plötzlich auftretender Blutarmut entschuldigen) technisch höchst versiert ihren Mann stand. Zu Anfang! Aber auf der Zielgraden offenbarte sie ihre unübersehbaren Defizite, denn das was wir dort sahen, hätten wir in dieser Form nicht erwartet. Obwohl Frau Muschiberger noch den einen oder anderen Kniff versuchte ihre Mangelware auszugleichen kamen wir allesamt zu keinem wirklich befriedigendem Ergebnis

Bis auf weiteres legen wir also wieder selber Hand an und hoffen auf eine qualifiziertere Bewerberin. Interessentinnen bitte melden!

Die Qual mit dem Wal

Wen haben wir da eigentlich auf dem Moby-Dick Foto? Ishmael, den unschuldigen Matrosen oder Quiqueg, den Kannibalen aus der Südsee? Bernd ist eher eine Mischung aus beiden. Wobei er glaubhaft versicherte, nur selten an Menschen herumzuknabbern. Und wenn doch, dann nur… Aber das geht uns ja nichts an.

Sammy ist auf jeden Fall ein echter Kakadu und kommt im Buch gar nicht vor, was ihm aber egal ist. Sammy ist ein absoluter Schauspielprofi und landete immer wieder begeistert auf Bernds Schulter, um ihm dort ein Ohr abzukauen. Wobei wir wieder beim Kannibalen-Thema wären. Oder nein, denn wenn Vögel Menschen fressen, ist das zwar Menschenfresserei aber kein Kannibalismus. Oder?

Wie auch immer, an diesem Foto ist alles echt, nix Retusche, nix Photoshop! Gut nee?

Hotel d’Amour

Film auf YouTube oder Facebook ansehen.

Unsere Abenteuer im Rotlichmilieu sind (leider) auch dokumentiert worden. Der kleine Freier heißt Werner und ist gerade 72 Jahre alt geworden. Der Besuch bei Maria war ein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk (O-Ton Werner). Bitte beim betrachten des Filmmaterials darauf achten, dass keine Kinder im Raum sind!

Lolita Langstrumpf

Der Roman ‘Lolita’ von Vladimir Nabokov beginnt wie folgt:

Lolita, Licht meines Lebens, Feuer meiner Lenden. Meine Sünde, meine Seele. Lo-li-ta: die Zungenspitze macht drei Sprünge den Gaumen hinab und tippt bei drei gegen die Zähne. Lo.Li.Ta. 

Harter Stoff für ein Kalenderblatt. – Solange man es Ernst nimmt. Nichts lag uns ferner. Es stellt sich ja sowieso die Frage, was die Hauptperson Humbert Humbert an pubertierenden kleinen Mädchen fand (Fachbegriff Hebephilie)?

OK, zu seiner Zeit waren die jungen Damen vielleicht etwas anders als heute. Es gab noch keine Handys, sie mussten also sprechen statt simsen. Wahrscheinlich lächelten sie sogar gelegentlich, da sie keine Zahnspangen zu verbergen hatten. Und permantes Herumnörgeln wurde ganz einfach verboten. Aber trotzdem…

Wir gingen das Thema ganz anders an und versuchten uns an der Symbiose zweier Werke der Weltliteratur: Pippi Langstrumpf und Lolita. Denn auch die freche Pippi müsste doch irgendwann einmal in die Pupertät kommen und zur Clerasilflasche greifen! Wir haben lange nach dem passenden Mädchen für diese Rolle gesucht. Mit Lena aus Hamburg wurden wir endlich fündig! Eine Traumbesetzung. Lena hat uns nicht nur optisch überzeugt, sondern auch ihre schauspielerischen Qualitäten waren überaus professionell.

Lolita Langstrumpf ist ein echter Hingucker.

 

 

 

 

Das Kreuz mit den Heiligenbildchen!

Im Kindergarten war ich ein kleines Heidenkind! Als solches bezeichnete mich zumindest der alte Pastor Röttgen, denn ich war nicht Mitglied der allein selig machenden katholischen Kirche. Ich war ein Protestant! Das hatte ich mir zwar nicht ausgesucht, galt aber in der rheinischen Provinz der fünfziger Jahre als Makel.

Das Protestantentum brachte für Kinder zahlreiche Nachteile mit sich: Wir konnten uns nicht per Beichte und drei Ave Marias von unseren Sünden befreien, wir durften während der Fastenzeit Süßigkeiten essen und dafür später in der Hölle schmoren und wir bekamen keine Heiligenbildchen!

Diese bunten Kärtchen waren ausschließlich für katholische Kinder reserviert. Man konnte sie sammeln, tauschen und damit angeben. Sie waren quasi die Fußballsammelbilder meiner Kindheit. Die Motive waren wirklich nicht ohne! Schließlich waren die meisten Heiligen hauptberuflich Märtyrer gewesen. Soll heißen, sie sind nie freiwillig aus dem Leben geschieden, sondern wurden ganz zünftig gesteinigt, gekocht, aufgespießt, in Stücke gerissen, von wilden Tieren gefressen oder was ihren Zeitgenossen sonst noch so einfiel. Und das konnte man alles auf diesen Heiligenbildern sehen! Lebensecht und detailgetreu. – Nur ich nicht, da eben Heidenkind!

Das hat mich immer gewurmt! Wohl aus diesem Grund habe ich mich entschlossen, mit unserem Motiv zu der ‘Bibel nach Biff’ ein eigenes Heiligenbildchen zu schaffen. Ganz ohne Blut und Folter! Nur mit Finn und Gummibärchen. Und dafür musste ich noch nicht einmal brav sein. Sieh mal einer an!

 

Der Knoblauch hat den Biss verloren!

Alles Lüge mit den Vampirverhinderungsinstrumenten! Unser Blutsauger lächelte geifernd sein Spiegelbild an, das Kruzifix konnte ihn kreuzweise und er zerfiel auch nicht zu Staub als ihm die Sonnenstrahlen ins Gesicht schienen. Zu allem Überfluss verschmähte er auch nicht den Knoblauch auf seinem Mittagsdöner. Was der auszusaugenden Jungfrau eine zusätzliche Blässe auf die Wangen zauberte. Aber wahrscheinlich war sie auch nicht wirklich unberührt…? Aber das geht uns ja nun wirklich nichts an!

Auf jeden Fall war es nervenzerfetzendes Shooting. Wer es nicht glaubt…

 

http://www.youtube.com/watch?v=tN1SwBl0RZQ